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18.5. 2012

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Nachttemperaturen 0/4°C.
Heute ist 18.5. 2012,
Namenstag hat: Nataša
Morgen hat den Namenstag: Ivo
Im Juni des Jahres 2006 haben wir ein Café im Gartenhaus auf dem äußeren Schlosshofplatz geöffnet. Nach dem Kirchherrn der Bischöfe von Vratislav Johannes der Täufer wurde es Café St. Johannes genannt. Hier können die Besucher das Warten auf die Schlossbesichtigung angenehm machen.
http://www.hotel-taverna.cz/u_jana/
Auf dem Schloss Jánský Vrch blieb die Gasbeleuchtung von Interieurs und des zentralen Schlosshofplatzes erhalten. Es handelt sich um eine technisch-künstlerische Rarität, die in Europa exklusiv ist. Das Gas war schon auf dem Schloss im Jahre 1906 installiert und leuchtete mit Gaslüstern und Gaslampen bis zum Jahr 1932. Das Schloss wurde in diesem Jahr teilweise elektrifiziert, aber auch danach wurden die Gaslichter bis zum Jahr 1945 in allen Schlossräumen, wo sich die Gasverleitung befand, ausgenützt. Es ist gelungen, im Jahre 2001 sieben Gaslampen auf dem äußeren Hofplatz zu rekonstruieren.
Die älteste Wasserleitung war schon während der Zeit vom Bischof Hohenlohe, also zum Wechsel vom 18.zum 19.Jahrhundert, errichtet, selbstverständlich wurde sie schon mehrmals renoviert. Von ihrer letzten Renovierung am Anfang des 20.Jahrhunderts kommen auch die schönen Waschbecken, die sie während der Besichtigung bemerken können.
In diesem Jahr verläuft eine aufwendige Fassaderenovierung der Nordost- und Ostseite des Schlosses auch mit der Turmuhr. Seit dem Monat September wird der ganze Turm rekonstruiert. Der Turm mit einer Fahnenstange und einer Fahne, Nummern und Stundenzeiger wird neu vergoldet sein. Diese Arbeiten werden in der Werkstatt des Herrn Mgr. Jaroslav Křížek realisiert werden, deshalb mussten die oben genannten Teile abgebaut sein.
Das Abtragen des Mohnkopfes war nicht gerade einfach und es dauerte etwa über eine Stunde. Der Mohnkopf hatte einen Durchschuss, aber er war nicht durch und durch, aber nur von einer Seite. Wir haben drinnen keinen Patron gefunden.
Dort waren 2 Hülsen, eine kleinere und eine größere, deponiert. In der kleineren Hülse befand sich ein Eintrag (auf einem Fettpapier geschrieben) über einen Wiedereinbau von der Kuppel aus dem 13. 6. 1930 durch den Klempner Otto Wolf und Josef Winkler.
In der größeren Hülse haben wir folgende Schriftlichkeiten gefunden: Ein Eintrag über eine Arbeitsdurchführung vom 26.5.1897 von Josef Reitmeier, eine Liste von Handwerkern bei der Renovierung vom 26.4.1897 von Theodor Kunz, ein Märchen „Was der Turmknopf erzählte“, dessen Autor auch der Stadtchronikschreiber Dr. Adolf Paupie war. Weiter ein Protokoll vom 8.5.1930, wann der Mohnkopf zum letzten abgenommen war. Damals war sein Inhalt protokollarisch untersucht, als Zeugen werden der genannte Chronikschreiber Adolf Paupie, Kontrolleur Max Müller, Protokollführer Rudolf Hofmann, Pförtner Johann Heimann, Schlossgehilfe Karl Haucke, Klempnermeister Otto Wolf und seine Gehilfen. Zu der weiteren Schriftlichkeit gehört ein Protokoll vom 13.6.1930, den die Kommission beim Wiedereinbau der Kuppel erstellte, sie haben damals einen Gedenkeintrag auf ein Pergament, der auch in die Hülse eingelegt war.
In der großen Kassette befanden sich auch 2 Metallplatten. Die erste Platte von der Vorderseite teilweise aus Kupfer und sie trägt eine Aufschrift: Alois Utner,Zimmermeister, führte im Jahre 1852 die nötigen Arbeiten bei der Turmrenovierung durch. Vom hinteren Teil ist sie aus Kupfer und sie trägt eine Aufschrift: Franz Pohler,Klempnermeister, der Sohn von Casp. Pohler, er bedeckte den Turm und am 29. Mai 1852 setzte er den Mohnkopf auf. Die zweite Platte ist aus Blei und eine folgende Aufschrift ist in sie graviert: Kasper Pohler, Klempnermeister, entdeckte im Jahre 1897 den Turm und am 2. Dezember nahm er den Mohnkopf herunter und am 13. Dezember setzte er ihn wieder auf.
Weiter hielt der große Kasten einige Münzen, die in Papierumschlägen nach Jahren, wann sie dorthin allmählich gelegt wurden, geheim.
Ein Umschlag mit einer Aufschrift „anno 1800“ verdeckte 27 Münzen: kleine preußische Münzen aus Jahren 1770 bis 1796, Marienzweigroschen aus dem Jahre 1681, eine unbestimmte Silbermünze, Münzen aus Polen, Sachsen und Braunschweig (1708-1794), weiter Münzen aus der Regierungszeit Maria Theresia(1761), Josef II. (1790) und Franz II.(1800). Außer dieser Münzen haben wir im Umschlag auch einen Anhang, ein Kreuz und 2 Perlen gefunden.
Der zweite Umschlag war nur mit Ziffern 15+2 bezeichnet, er war wahrscheinlich im Jahre 1852 angelegt und 1 polnische Münze aus dem Jahre 1839 und auch österreichische Münzen aus der Zeit Joseph II. (1790) und Franz II. 1800,1812,1816,1826,1835 und aus der Zeit Franz Joseph I.(10 und 6 Kreuzer aus Papier aus dem Jahre1849 und Münzen aus dem Jahre 1851).
Der dritte Umschlag war mit dem Jahr 1897 und mit einem Text, dass die Münzen hier am 31.Mai bei der Gelegenheit des Wiederaufsetzens des Mohnkopfes nach der Renovierung der kaiserlichen Turmfahnenstange, des Mohnkopfes und der Fahne, eingelegt. Drinnen waren 14 Münzen eingelegt. 9 Münzen der österreichischen Währung aus den Jahren 1854 bis 1881 und 5 Münzen der Kronenwährung aus den Jahren 1893 bis 1895.
Der letzte Umschlag war im Jahre 1930 eingelegt. Er war ohne eine Bezeichnung und er zählte insgesamt 8 tschechoslowakische Münzen: 5,10,20 und 50 Heller Münzen aus den Jahren 1921 bis 1928, eine Kronenmünze aus dem Jahre 1924, 2 5-Kronenmünzen aus dem Jahre1926 und 1930 und eine 10-Kronenmünze mit einem Bild von T.G.Masaryk aus dem Jahre 1928.
Nach dem eingelegten Protokoll aus dem Jahre 1930 sollte sich in der großen Hülse auch ein Umschlag mit der Aufschrift „Anno 1852 von Seiner Eminenc“, der auch einen goldenen Dukaten und einen silbernen Halbtaler des Bischofs von Vratislav Josef Kristian Fürst von Hohenlohe und Bartensteina aus dem Jahre 1796 enthalten sollte, befinden. Diese Münzen waren ein Geschenk vom Kardinal Melchiora freih. Herrn von Diepenbrocku, dem Bischof von Vratislav (1845-1853). Die letzte Präge von diesem Umschlag sollte eine silberne Erinnerungsmedaille medaile papeže Pia IX.des Papstes Pius IX., die im sechsten Jahre seines Pontifikats 1851, die mit einem Motiv der Brücke Albano et Aricia Ponte herausgegeben war, sein. Dieser Umschlag war aber in den Hülsen nicht gefunden. Es bleibt für uns ein Rätsel für alle Zeiten, wie es die Münzen verschwinden konnten. Seit ihrer letzten Kontrolle sind schon 77 Jahre abgelaufen, die Zeugen sind schon nicht am Leben. Auf jeden Fall ist es nur sehr schwer vorstellbar, dass die Münze vom Mohnkopf von jemandem nach dem Jahre 1930 gestohlen sein könnte, denn es ist praktisch unmöglich, ohne ein Gerüst zum Mohnkopf näher kommen zu können. Man muss auch eine Bemerkung machen, dass es sich nicht um einen vereinzelten Fall handelt. Z.B. vor einigen Jahren renovierte man eine Brücke in Podolsko, wo in einem Kasten im Pfeiler eine goldene Münze abgelegt sein sollte, bei der Öffnung war sie aber auch nicht entdeckt.
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