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18.5. 2012

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Die Geschichte des Schlosses Jánský Vrch, das einzige Denkmalobjekt vom Kreis Jeseník, das freigelegt ist, bildet mit einem Landschaftspark eine herausragende Dominante der städtischen Denkmalzone. Es hebt auf einem Felsenhügel über der Stadt Javorník, die Sie im nördlichsten Teil vom nordmährischen Bezirk, auf dem Gebiet des ehemaligen Schlesien, finden empor. Ihre Geschichte begann vielleicht schon in der 2.Hälfte des 13.Jahrhunderts, wann es an einer strategisch wichtigen Stelle über der Siedlung von Javorníkeine Burg gebaut war. Die erste Erwähnung über die Burg Javorník kommt vom Jahre 1307 und das Objekt gehört in dieser Zeit in das Eigentum von Fürsten von Svidník. Im Jahre 1348 räumten die Fürsten von Svidník die Burg dem Bischof von Vratislav Přeclav von Pogarel. Seit dieser Zeit war die Burg, mit Ausnahme von Pausen, ein Teil des ausgedehntes Gebietes, das dem Bistum von Vratislav (Wroclaw, Breslau) gehörte.
Die Burg war im 15.Jahrundert wesentlich beschädigt. Und zwar nicht nur durch Husitenkriege, aber vor allem durch einen unglücklichen Eingriff vom Bistum selbst, das ihr Abwehrsystem niedergerissen hat, damit die Burg keine Anlage eines eventuellen Feindes werden konnte. Eine große Renovierung und ein Umbau der Burg, die in der Zeit vom Bischof Jan Roth bis am Ende des 15.Jahrhunderts begann. Die spätgotische Etappe vom Aufbau war im Jahre 1509 von dem Nachfolger von Roth – dem Bischof Jan Thurza beendet. Im Laufe von diesen Adaptationen war auch der Objektname zur Ehre des Schutzheiligen der Bischöfe von Vratislav Jan Křitel auf Jánský Vrch geändert. Die Reliefplatten aus Stein, die diese Etappe von der Bauentwicklung und ihrer Umbenennung belegen, befinden sich heute in Schlosswänden.
Zum definitiven Umbau der ursprünglichen Burg auf das Schloss kam es während der Zeit des Episkopats vom Filip Gothard Schaffgotsche (1716 – 1795). Der Bischof war von vielen bedeutenden Persönlichkeiten, vor allem im Bereich der Musik, umringt. Er hat im Jahr 1769 den Komponisten, den ausgezeichneten Geigenspieler und Dirigenten Karl Ditterse aus Dittersdorf einberufen und Jánský Vrch wurde bald zu einem Zentrum des Musiklebens für das ganze schlesische Landesgebiet. Ditters komponierte während dreißig Jahre seines Aufenthaltes in Javorník etwa vierzig komische Opern, wodurch er einen der Gründer der deutschen komischen Oper wurde. Die Musiktradition des Schlosses und der Stadt, die mit dieser Persönlichkeit verbunden ist, wird alljährlich bis heutzutage durch das Festival von Karl Ditterse aus Dittersdorf oder durch kleine Konzerte im Rahmen des Kultursommers des Schlosses, die während der Schlossbesichtigungen in einem Konzertsaal stattfinden, belebt.
Nach dem Tod des Bischofs Schaffgotsche tritt Amt der Bischof Josef Krystian Hohenlohe-Waldenburg-Bartenstein, den man vor allem wegen Bauadaptationen, die schon ganz im Geist des neuen Auftrags des Schlosses – am Anfang vom 19. Jahrhunderts war die Sommerresidenz beendet, erwähnen muss, an. Die positive Rolle vom Objekt als einem Zentrum der Bildung und Kultur im Gebiet von Jeseník war auch in nachfolgenden Jahren weiterentwickelt. In den Jahren 1856 und 1857 wurde das Schloss als Zeuge von zwei Besuchen des Dichters Josefa von Eichendorff, Vertreter des deutschen Romantismus. Zu seiner Ehre gab man einen Namen dem Aussichtspunkt vor dem Schloss.
Das Schloss Jánský Vrch war im Jahre 1959 dem Staat verleiht. Zu einer völligen Verstaatlichung konnte erst nach einem gegenseitigen Eigentumsauseinandersetzung der polnischen und tschechischen Kirche, also im September 1984 kommen. In dieser Zeit ist es in der Verwaltung vom Nationalen Denkmalinstitut, UOPin Olomouc. Seit dem 1.Januar 2002 ist das Objekt in die Liste der nationalen Kulturdenkmäler eingetragen.
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